Seit ich denken kann bin ich ein Fan von Pommes Frites und schon immer mochte ich fritierte lieber als im Ofen gebackene, denn letztere waren meistens nicht wirklich knusprig, sondern eher weich oder zu knusprig und hart. Vor ein paar Jahren kamen dann die ersten Heißluftfritteusen auf den Markt, welche natürlich nicht gerade billig waren. Ich konnte mir auch nicht wirklich vorstellen, dass das wirklich funktionieren würde, dass die Pommes wirklich schön knusprig und lecker werden. Mittlerweile sind die Geräte deutlich günstiger geworden und immer mehr Firmen bieten diese an.
Vor kurzem wurde mir dann von Philips leihweise eine Heißluftfritteuse, den Philips HD9240/90 „Airfryer XL“ zum Testen zur Verfügung gestellt – vielen Dank an dieser Stelle! – und ich konnte endlich ausprobieren, was diese Geräte wirklich auf dem Kasten haben. Kommen diese Pommes wirklich an die aus einer gewöhnlichen Fritteuse heran, sowohl von der Konsistenz her als auch der Geschmack?
Der Airfryer XL von Philips ist ein wahres Multitalent. Nicht nur Pommes kann man damit frittieren, sondern auch Fleisch backen (quasi als Ofen-Ersatz), backen generell und garen. Da ich mich persönlich nur für die Frittierfunktion interessierte, habe ich auch lediglich diese getestet.
Backen stellte ich mir sehr umständlich vor, dafür ist der Platz im Behälter einfach viel zu klein und daher nur für Muffins und kleine Kuchen geeignet. Vom Prinzip her müsste es aber wie ein Umluft-Ofen funktionieren. Ein Fan von Garen war ich sowieso noch nie und mein Gemüse brate ich lieber knackig an, Fleisch bereite ich sowieso nicht zu :)
Dank dem integrierten Kabelfach kommt es auch nicht zu Kabelsalat in der Küche, sie lassen sich einfach in der Aussparung auf der Rückseite verstauen.
Das Fach mit dem Frittierbehälter lässt sich einfach öffnen und wieder schließen – wenn man nicht den selben Fehler begeht wie ich :D Ich habe beim ersten Mal gedankenverloren den Behälter außerhalb gelassen, um die Kartoffeln einfach einfüllen zu können. Danach stand ich dann vor dem Problem, wie ich es nun wieder aufbekomme. Mit einem Handtuch und Griff in die Lücke ging es dann aber.
Die Bedienung von Temperatur und Stoppuhr ist wirklich sehr einfach und intuitiv. Einschalten, mit den Pfeilknöpfen Temperatur einstellen, aufheitzen lassen. Anschließend auf die Uhr klicken und mit den Pfeiltasten die Minutenanzahl wählen.
Wenn man die Pommes komplett selbst machen möchten, steht man schon einige Zeit in der Küche. Kartoffeln schälen, klein schneiden und anschließend 30 Minuten in Wasser einweichen lassen, danach ausspülen. Im Anschluss kommen sie zusammen mit 1 Esslöffel Öl für 18 Minuten bei 160°C und nach kurzem Schütteln weitere für 12 Minuten bei 180°C in die Fritteuse. Das dauert dann insgesamt 1,5 bis 2 Stunden, alternativ kann man aber auch Tiefhühlpommes verwenden. Übrigens ist sie durch das Gebläse nicht gerade lautlos, für nachts mal eben schnell Pommes zubereiten ist sie also in beiderlei Hinsichten nicht geeignet, tagsüber allerdings kein Problem.
In den Airfryer XL passen leider „nur“ 1,2kg, das ist für meinen Schatz und mich als Beilage zu z.B. Gyros mit Salat gerade so ausreichend. Laut Anleitung wäre diese Menge für 4-5 Portionen, wahrscheinlich dann 4-5 von den typischen Pommes-Schälchen ^^ Dennoch genügt uns diese Menge im Großen und Ganzen, für 3 Personen wird es dann schon etwas eng und wir müssten uns eine weitere Beilage überlegen die wieder zusätzliche Zeit in Anspruch nimmt.
Der Geschmack konnte sowohl meinen Freund als auch mich absolut von sich überzeugen. Die Pommes schmecken wie „richtig“ frittierte Pommes und sind genauso knackig aber deutlich gesünder da nur ein Bruchteil des Öls verwendet wird. Sobald sie fertig sind, sollte man die Pommes aber auch direkt verzehren, bleiben sie länger im geschlossenen Behälter werden sie etwas weicher. Dies stellt für mich aber kein Problem dar, da wir sie immer sofort essen, nur einmal hat es etwas gedauert, da mein Schatz ein paar Minuten später nach Hause kam.
Die Reinigung erfolgt ganz problemlos – einfach den Behälter in die Spülmaschine stellen und das wars :)
Alles in allem hat uns der Airfryer XL von Philips definitiv von sich überzeugt, sowohl von der Konsistenz als auch dem Geschmack der fertigen Pommes. Jedoch sind mir ca. 200€ zur Zeit zu viel, um mir solch ein Gerät zuzulegen. Vielleicht in ein paar Jahren, wenn sie noch etwas günstiger geworden sind. Zur Zeit würden wir es einfach zu wenig benutzen und haben auch nicht wirklich den Platz dafür. Dennoch finde ich es sehr schade, ihn nun nach der tollen Testphase zurückschicken zu müssen.
Habt ihr schon einmal Pommes aus einer Heißluft-Fritteuse probiert? Wie haben sie euch geschmeckt?
Liebe Grüße,
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