Silisponge

Silisponge – Wie gut ist er wirklich?

11. April 2017

Wir alle kennen den Beautyblender oder auch den Miracle Complexion Sponge von Real Techniques, und auch deren entscheidenden Nachteil. Sie sind offenporig, nehmen also einen Teil von dem Make up das man auftragen möchte auf und müssen später gründlich ausgewaschen und getrocknet werden. Somit werden Foundation und Concealer schneller leer als eigentlich nötig. Zudem kommt es nicht selten vor, dass sich im Inneren der Schwämme Schimmel bildet. Doch was hat nun der Silisponge damit zu tun?

Der Silisponge soll nun Abhilfe schaffen. Er sieht aus wie ein kleines Brustimplantat, ist aber eigentlich „nur“ ein Make up Schwamm aus Silikon. Sein großer Vorteil ist, dass er die Foundation auf dem Gesicht verteilt ohne dabei einen Teil davon aufzusaugen. Durch die glatte Oberfläche soll er sich auch viel schneller reinigen lassen.

Ich konnte dem Hype nicht widerstehen und habe mir den Silisponge vor ein paar Wochen bei Douglas* gekauft. Angeblich wurde er auch schon vereinzelt bei dm gesichtet, ich bin gespannt ob er ins Sortiment aufgenommen wird. Heute möchte ich euch meine Meinung zum Silisponge vorstellen.

Das sagt Douglas* über den Silisponge:

„Der Silikon-Applikator von Silisponge ist ein echtes Beauty-Juwel: Aus supersoftem, unbehandeltem Silikon und einer speziellen Außenhaut aus TPU handgefertigt, saugt er Ihre wertvollen Make-up-Produkte nicht auf, sodass kein Tropfen verloren geht! Mit diesem Tool benötigen Sie nur noch einen Bruchteil der Menge an Foundation & Co., die Sie von herkömmlichen Schwämmchen und Pinseln gewohnt sind. Das ultraweiche Material fühlt sich toll auf der Haut an und lässt sich ganz schnell und einfach reinigen. Der Silisponge wurde vom SGS Institut getestet und allen erforderlichen EU-Richtlinien gemäß als unbedenklich zertifiziert.“

Fakten:

  • erhältlich bei Douglas*
  • 6,99€
  • besteht aus unbehandeltem Silikon und einer Außenhaut aus TPU
Silisponge

Silisponge

Silisponge: Der erste Eindruck

Der Silisponge kommt in einer kleinen weiß-pfirsichfarbenen Pappverpackung mit einer Aussparung für den Silisponge selbst. So kann man schon von außen sehen wie groß er ist und auch eindrücken um festzustellen, wie weich er ist.

Wie gewohnt sind sämtliche Angaben zu Produkt und Hersteller aufgedruckt, selbst Sicherheitshinweise sind vermerkt, denn mit sprödem Silikon ist nicht zu spaßen (man bedenke zum Beispiel die Fälle von Brust-OPs mit minderwertigem Silikon).

Silisponge

Silisponge

Der Silisponge selbst ist durchsichtig und absolut geruchlos. Ich war nach dem Auspacken jedoch überrascht, wie weich er wirklich ist. Beim Kauf bin ich davon ausgegangen, dass das Material etwa so fest ist wie etwas härteres aber dennoch biegsames Plastik, doch der Silisponge lässt sich wirklich fast komplett zusammenklappen (was ich jedoch vermieden habe bevor die „Bruchkante“ porös wird).

Beim Anfassen bilden sich auch direkt kleine Fältchen in der oberen Schicht und das ganze sieht dann etwas runzelig aus ;-) Doch keine Sorgen, die Fältchen bleiben nicht bestehen und die Oberfläche des Silisponges wird sofort wieder glatt sobald er nicht mehr verwendet wird.

Silisponge

Silisponge

Der Silisponge im Test

Ich war wirklich sehr gespannt, wie sich der Silisponge im Test bewähren würde. Seit ich mich in Dubai haben schminken lasse trage ich meine Foundation, wenn ich denn eine trage, nur noch mit einem flachen Pinsel auf. Ich war damals einfach so überzeugt, dass ich es nun kaum noch anders mache. Da der Silisponge zwar ein Make up Schwamm ist, sich aber vom Material und der Handhabung her doch sehr unterscheidet, habe ich ihn zunächst nicht mit meinem Beautyblender verglichen.

Für den Test habe ich die gewohnte Menge an Foundation die ich sonst verwende auf das Schwämmchen gegeben und fing an, es in meinem Gesicht zu verteilen. Sofort merkte ich, dass der Verbrauch durch den Silisponge deutlich weniger ist, da die Foundation absolut nicht einzieht und stets auf der Oberfläche verbleibt. Zudem fällt auf, dass das Ergebnis deckender wird als ich es von Pinseln und Beautyblender gewohnt bin.

Wer Hautunreinheiten oder trockene Haut hat sollte definitiv gründlich arbeiten, ich kann mir gut vorstellen, dass dort bei Verwendung des Silisponges etwas mehr Foundation „hängen bleibt“ und diese Stellen so ein wenig betont werden. Ebenfalls ein wenig problematisch ist die Anwendung im Bereich um die Augen sowie um die Nase, hier habe ich stets mit den Fingern nachgearbeitet um die Foundation besser verteilen und einarbeiten zu können.

Silisponge

Der Silisponge ist sehr weich und biegsam

Da die Anwendung schon so einfach war und die Foundation wirklich auf der Oberfläche des Silisponges blieb, war ich wirklich gespannt auf die Reinigung. Hierfür verwende ich extra ein mildes Reinigungsmittel um zu vermeiden, dass die Oberfläche angegriffen und möglicherweise porös wird, pures Wasser reichte bei mir nicht aus.

Der Silisponge wurde wieder komplett sauber und es blieben keine Rückstände auf der Oberfläche, zudem trocknet er sehr schnell, schließlich saugt Silikon kein Wasser auf.

Silisponge vs Beautyblender

Silisponge & Beautyblender vor der Anwendung

Silisponge & Beautyblender vor der Anwendung

Natürlich habe ich es mir nicht nehmen lassen, den Silisponge einem direkten Vergleich mit dem Beautyblender zu unterziehen. Hierfür habe ich je eine kleine Menge der Foundation (hier L’Oréal Perfect Match) auf meinen Unterarm gegeben und sie anschließend mit dem jeweiligen Beauty Tool verteilt und eingearbeitet.

Hier viel deutlich auf, wie viel weniger Produkt man mit dem Silisponge benötigt als bei Verwendung des Beautyblenders. Auf der rechten Seite seht ihr das Ergebnis des Beautyblenders – das Ergebnis ist natürlicher, die Foundation ist besser eingearbeitet und die Menge reichte nur bis zum weißen Strich.

Auf der linken Seite habe ich den Silisponge verwendet. Die Menge reichte hier sogar fast bis zum Ellbogen (der Ausschnitt im Bild geht nur bis zur Mitte des Unterarms) und das Ergebnis ist etwas deckender.

Ergebnis von Silisponge & Beautyblender im Vergleich

Ergebnis von Silisponge & Beautyblender im Vergleich

Auch auf den Tools selbst ist der Unterschied deutlich zu sehen. Im Beautyblender sieht man, dass er einen Teil der Foundation aufgenommen hat, während auf dem Silisponge nur eine leichte Schicht der Foundation zu sehen ist. Somit geht das Reinigen des Silisponges auch deutlich schneller als bei Make up Schwämmen, denn es bleibt nicht nur weniger Produkt zurück, sondern es wird auch nichts aufgenommen was man dann mühsam wieder auswaschen müsste.

Silisponge & Beautyblender nach der Anwendung

Silisponge & Beautyblender nach der Anwendung

Fazit

Der Silisponge konnte mich absolut von sich überzeugen. Selbst wenn man im Bereich um die Augen und der Nase etwas nachhelfen muss, gefällt mir das Ergebnis sehr gut. Zudem sind sowohl der sparsamere Verbrauch von Foundation als auch die schnelle, leichte Reinigung kaum zu toppen. Für 6,99€ macht man hier definitiv nichts falsch.

Gibt es Alternativen zu Silisponge?

Nicht selten sind wir Beautyjunkies auch Sparfüchse und stets auf der Suche nach günstigen Alternativen. Bei Dupes wäre ich gerade beim Silisponge jedoch vorsichtig, mit Silikon ist nicht zu spaßen und ein günstigerer Preis geht oft zu Lasten von Qualität und Inhaltsstoffen.

Im Netz stößt man jedoch auf zwei Alternativen um die es fast schon einen eigenen Hype gibt: Man wickelt einfach Frischhaltefolie um seinen Beautyblender oder den Miracle Complexion Sponge und bekommt so den gleichen Effekt wie beim Silisponge. Die zweite Variante wäre es, den Make up Schwamm in ein Kondom zu stopfen und bekommt so auch das gleiche Ergebnis hin.

Ich würde beides jedoch nicht zur dauerhaften Anwendung empfehlen, sondern eher für auf Reisen oder zur Überbrückung, denn die Menge an Müll die man dadurch produziert ist dann doch nicht gerade gering…

Was haltet ihr vom Silisponge? Denkt ihr er wird sich etablieren?

Liebe Grüße
signatur


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6 Kommentare

Elke 11. April 2017 um 08:05 Uhr
Ich komme mit den ganzen „Schwämmchen“ so gar nicht klar. Aber hier sieht man deutlich, was besser ist….
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amely rose 11. April 2017 um 15:53 Uhr
uhhhich liebe es neue Produkte kennen zu lernen den silisponge kannte ich vorher noch gar nicht und muss ehrlich zugeben, im laden hätte ich ihn nicht gekauft, optisch hätte er mich nicht überzeugt. dein beitrag aber. super vergleich und schön ausführlich :D alles Liebe, Amely Rose
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Carry 11. April 2017 um 15:56 Uhr
Hallo Amely, das freut mich sehr, dass ich dich überzeugen und und dir auch ein wenig helfen konnte :-) Liebe Grüße :)
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Selly 11. April 2017 um 19:58 Uhr
Irgendwie lieben oder hassen Beautyblogger diesen Schwamm.. Ich glaube, ich muss mich einmal selbst davon überzeugen. :) Alles Liebe Selly von SellysSecrets
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Carry 11. April 2017 um 20:01 Uhr
Ich denke für 7€ kann man das ruhig mal probieren. Zur Not kann man den ja problemlos verschenken oder wieder verkaufen, er ist insgesamt ja doch etwas hygienischer als Pinsel oder Schwämme :)
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Denise 12. April 2017 um 17:23 Uhr
Ich habe auf Youtube ja schon einige Reviews dazu gesehen, bin aber selber immer noch unschlüssig, wie ich ihn finden soll (und ich hab ihn sogar gestern bei DM gesichtet!). Eigentlich finde ich es ganz gut, wenn nicht so viel Produkt wie mit dem Beauty Blender verloren geht, aber ich finde das Ergebnis sieht mit dem Schwämmchen trotzdem einfach natürlicher^^ Liebe Grüße, Denise Fräulein Pompidou
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