Instagram – Was mir daran nicht gefällt, und wofür ich es liebe

19. August 2015

Instagram ist für mich wie ein kompakteres Facebook und dafür liebe ich es auch. Man folgt Bloggern, Firmen und anderen Personen, um an ihrem Leben teilzuhaben bzw. über Neuigkeiten informiert zu werden, aber ohne Unmengen an Werbung, Text, Links usw. Der Fokus liegt hier ganz eindeutig auf den Bildern und der Bearbeitung dieser. Ich muss jedoch gestehen, dass ich nicht gerade die aktivste Userin von Instagram bin, was an mehreren Faktoren liegt.

Zum einen finde ich, dass es in meinem Alltag/in meiner Umgebung nicht so vieles gibt, was interessant genug wäre um es auf Instagram zu teilen. Sicherlich ist das Ansichtssache, aber ich empfinde es so und sehe keinen Sinn dahinter, euch mit Bildern aus dem Fitnessstudio und meinen Serienmarathons zuhause vollzuspammen ;)

living-the-beauty-instagram-1Zum anderen sind es der Perfektionismus und die Oberflächlichkeit die dort seit längerem vorherrschen und stetig ansteigen. Die Bilder sollen möglichst perfekt und makellos sein, es wird ein Leben dargestellt, welches die wenigsten eigentlich wirklich führen. Und sobald man anderer Meinung ist und ggf. sogar etwas höflich kritisiert und mitteilt, dass man es nicht so schön findet, wird man angegriffen. Doch nicht unbedingt von der Person selbst, sondern von dessen „Fanbase“. Teilweise werden richtige Shitstorms los getreten, denn was fällt einem ein, ein Bild der heiligen Person XY nicht gut zu finden?

Dies lässt sich jedoch noch großzügig ignorieren. Was mich persönlich am meisten stört ist die Follow/Unfollow Masche die ich täglich selbst erlebe und bei anderen mitbekomme. Ich gestehe, ich habe eine App mit der ich sehe, wer mich entfolgt – jedoch ist dies für mich noch lange kein Grund, diese Person dann ebenfalls zu entfolgen.

Es gibt aber Unmengen an Personen, die einem nur folgen, damit man zurück folgt und einen wieder entfolgen, wenn man dies nicht tut. Noch schlimmer sind aber diejenigen, die einen direkt entfolgen wenn man ihnen folgt nur damit sie mehr Abonnenten haben aber nicht so vielen Personen folgen müssen. Meist erkennt man diese Accounts an der hohen Differenz von Abonnements zu Abonnenten. Hat jemand zum Beispiel nur 200 Abonennten, folgt aber 3000 Leuten ist das meist schon ein Indiz dafür.

living-the-beauty-instagram-2Ganz ehrlich? Mir wäre allein der Aufwand schon viel zu groß, ständig neuen Leuten zu folgen, dann zu überprüfen ob sie zurückfolgen und dann wieder zu entfolgen, das ist es mir einfach nicht wert und ich bin auch nicht bei Instagram um zig Follower zu haben. Außerdem finde ich es schade, wenn man sich über einen neuen Follower freut und letztendlich doch wieder entfolgt wird weil man nicht zurück folgt, oder sogar obwohl man ebenfalls folgt.

In jeder Sparte ist dieses Phänomen zu sehen, doch am extremsten habe ich es bei meinem Freund mitbekommen, der einen Fitness Account hat. Ihm folgen teilweise Leute die in der Branche schon recht bekannt sind und tausende Abonnenten haben, damit er ihnen zurück folgt. Und wie soll es auch anders sein – er wird dann von eben diesen wieder entfolgt. Haben solche Leute das wirklich nötig? Eigentlich nicht, ich finde es wirft sogar eher ein schlechtes Licht auf sie.

In dieser Hinsicht gibt es natürlich verschiedene Ansichten. Während meinen Freund das anfangs deutlich mehr gestört hat, vertritt er mittlerweile die Ansicht, dass es ja nicht schadet, wenn man jemandem einfach zurück folgt. Ich wiederum sehe das anders, ich möchte nicht unzählige Fotos weiterscrollen müssen nur weil ich jemandem zurückfolge dessen Fotos mich aber nicht ansprechen – demjenigen ist damit an sich auch nicht geholfen, außer dass die Followerzahl sich verändert.

Auch wenn ich eigentlich immer wieder gerne durch Instagram scrolle und es wirklich mag, wird die Zeit die ich damit verbringe immer weniger. Letztendlich ist es immer das selbe und mittlerweile nichts besonderes mehr, zumal ich meist nur nebenher reinschaue und so die Bilder auch nicht in Erinnerung behalte. Kein Wunder also, dass ich immer mehr Abstand davon nehme und mich nun Snapchat widme. Mal sehen, ob es sich auf langer Sicht bei mir etablieren kann, bis jetzt sieht es ganz gut aus :)

Wie steht ihr zu Instagram und den Eigenarten, die sich manche in Bezug auf Follow/Unfollow oder der Oberflächlichkeit angeeignet haben?

Liebe Grüße,
signatur

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5 Kommentare

Blush & Sugar 19. August 2015 um 08:56 Uhr
Was mir in letzter Zeit auch aufgefallen ist, dass viele Accounts so super clean aussehen. Als ob jedes Produkt ne halbe Stunde vorher ins recht Licht gerückt wurde. Ja, die Bilder sehen zum Teil wirklich toll aus, aber mir persönlich ist das zu viel Aufwand… Ich mag es, über Instagram auch mal ein paar „private“ Einblicke von Bloggern oder anderen Menschen zu bekommen. Diese müssen nicht super clean und bearbeitet sein. Dieses Follow for Follow mag ich auch nicht. Wenn ich einen Account mag, folge ich ihm. Ganz gleich ob dieser mir folgt oder nicht. Umgekehrt ist es auch so. Nicht jeder der mir folgt, folge ich zwangsläufig. LG Manuela Blush & Sugar
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Olga S. 19. August 2015 um 13:39 Uhr
Ich mag Instagram eigentlich super gerne, eben weil man so schnell einen Einblick in das Leben anderer bekommt, aber auch weil man eine Plattform hat, um hübsche Fotos hochzuladen und mit anderen zu teilen. Mir ist aber auch aufgefallen, dass es immer mehr perfekte Bilder gibt. Ich hab bei mir festgestellt, dass ich dann gar keine Lust habe „schlechte“ Fotos hochzuladen. Meine Handykamera ist leider ziemlich mies, so dass Schnappschüsse wenn ich mal unterwegs bin, qualitativ nicht sooo hochwertig sind. Und ich scheue mich dann davor sie hochzuladen, eben weil sie nicht so gut sind im Vergleich zu den anderen :/ Zum Followen: ich folge Leuten, deren Bilder mir gefallen. So einfach ist das :) Mir ist ganz egal, ob sie mir zurückfolgen oder nicht. Bzw., egal ist es mir in dem Sinne nicht, dass ich mich natürlich darüber freue, wenn mir jemand zurück folgt, dessen Bilder ich ganz klasse finde. Das heißt ja, dass ihm meine Bilder auch gefallen, und das ist natürlich toll :) Aber ich würde nie jemandem nicht mehr folgen, nur weil er mir nicht mehr folgt. Finde ich total albern!
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Lisa von TBI 19. August 2015 um 13:44 Uhr
Also ich mag Instagram gerne, ich scrolle gerne durch und ab und an poste ich auch mal ein Foto. Da ich aber eigentlich den ganzen Tag auf der Arbeit sitze, habe ich jetzt auch nicht sooo viel, das ich täglich großartig zeigen könnte. Ich erfreue mich also lieber an den Beiträgen derer, denen ich folge :D Außerdem geht es mir ähnliche wie Olga S., viele Fotos sehen aus, als kämen sie aus der Spiegelreflex und wurden dann aufwändig bearbeitet, um sie bei Instagram hochzuladen… hat ja mich „Insta“ nichts mehr zu tun. Meine Schnappschüsse sind meist so lala, aber ich lade sie trotzdem hoch – wenn ich schonmal was zu zeigen habe :D Liebe Grüße, Lisa
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Kim 20. August 2015 um 16:00 Uhr
Ich glaube, dass höfliche Kritik ohnehin nirgends erwünscht ist – nicht nur auf Instagram!? Die meisten reagieren ja gar nicht drauf… -_-
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Carry 21. August 2015 um 19:22 Uhr
Ja die meisten wollen sie wirklich nicht. Ich lese sie mir immer durch und denke darüber nach, reagieren und großartig antworten würde ich glaube ich aber eher auch nicht :D Heißt aber nicht, dass sie unerwünscht ist ;)
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